Der Mann im Mond
Jeder kennt das: Man blickt hinauf zum Mond und sieht ein Gesicht. Das ist ein verbreitetes Phänomen, das es nicht nur in unserer Kultur so gibt. Dei Vorstellung eines Mondgesichts wird auch als Pareidolie bezeichnet. Hervorgerufen wird das Bild durch die vielen Krater, die das Sonnenlicht unterschiedlich reflektieren. Außerdem spielen die unterschiedlichen Gesteinsarten eine Rolle, die das Sonnenlicht ebenfalls verschieden zurückwerfen. Besonders deutlich wird das natürlich bei Vollmond. Die dunkleren Stellen machen daher ein menschliches Gesicht deutlich. Daher wird auf Bildern der Mond häufig so dargestellt, als trüge er ein Gesicht, was mit der Sonne vergleichbar ist. Der Mond wurde nicht zuletzt aus diesem Grund als göttliches Wesen verehrt, denn sein menschenähnliches Aussehen verlieh ihm angeblich Macht und Stärke.
Nicht überall auf der Welt wird tatsächlich der Mann im Mond entdeckt. Die Chinesen zum Beispiel sehen eher einen Hasen, was überhaupt in Ostasien so ist. Die nordische Mythologie geht davon aus, dass im Mond Hiuki und Bil zu sehen seien, die einen Eimer und eine Eimerstange tragen. Die Westafrikaner hingegen sehen ein Krokodil. Dessen oberer und unterer Kiefer ist gleichzusetzen mit den Hasenohren, die von den asiatischen Völkern im Mond gesehen werden. In Südafrika sieht man im Mond eine Frau, die auf ihrem Rücken Brennholz trägt. Das erkennt man aber nur auf der südlichen Halbkugel der Erde. Die Brasilianer sehen, ebenfalls aus der südlichen Perspektive, den Heiligen Georg hoch zu Ross beim Kampf gegen einen Drachen.
Die Philosophen in der Antike waren der Meinung, im Mond würde sich das Gesicht der Erde widerspiegeln. Die hellen Flächen sollten die Ozeane darstellen, die dunkleren Stellen die Kontinente. Andere Gelehrte der Antike hingegen glaubten in den dunkleren Stellen die Mondmeere erkennen zu können. Wer ein rundes Gesicht besitzt, wird schnell mit der Titulierung "Mondgesicht" verunglimpft. Als Mondgesicht werden auch die in der Welt der E-Mails verwendeten Emoticons bezeichnet, aber auch hier nur die runden Darstellungen. Meist wird ein liebes und freundliches Gesicht mit dem Begriff "Mondgesicht" assoziiert.
Der Mann im Mond gehört zur Welt eines Kindes wie sein Schaukelpferd. Ein Schaukelpferd Holz ist nicht nur ein ideales Spielzeug, sondern es bringt sogar noch einen weiteren Nutzen. Das Kind lernt dadurch, seine Muskeln gezielt einzusetzen und es wird die gesamte Motorik gefördert. Hinzu kommt der Gleichgewichtssinn, der bei manchen Kindern scheinbar weniger gut ausgeprägt ist. Das Schaukeln wirkt auf manche Kinder zudem beruhigend und sie finden nach einem aufregenden Erlebnis oder Tag wieder zu sich selbst. Nicht selten wird das Schaukelpferd sogar zum Vertrauten des Kindes, fast wie ein echtes Pferd.
Die Helden der Legenden und Märchen die sich um den Mond ranken, finden begeisterte Anhänger unter den kleinen Zuhörern in allen Kulturen. Logisch also, dass die Kinder die Rollen nachspielen wollen, sie möchten selbst erleben, wie es ist, ein Pferd zu reiten. Da ein Kind von etwa einem Jahr wohl doch noch etwas zu klein sein dürfte, um den Ritt auf einem echten Pony zu wagen, ist ein Schaukelpferd genau das Richtige. Hier kann sich das Kind in seiner Fantasie fühlen, als würde es auf einem richtigen Pferd sitzen, ein kleiner Junge kann wilde Kämpfe ausfechten, ein Mädchen sich als echte Prinzessin auf dem großen Schimmel fühlen.