Fakten zum Mond

Der nächste Punkt zwischen Mond und Erde wird als Perigäum bezeichnet. Die Entfernung des Perigäums zur Erde beträgt etwa 363.300 Kilometer. Der der Erde am weitesten entfernt liegende Punkt trägt den Namen Apogäum. Dieser misst 405.500 Kilometer. Die unterschiedlichen Abstände kommen dadurch zustande, dass die Laufbahn des Mondes nicht kreisförmig ist. Der Mond besitzt keine Atmosphäre, sondern eine so genannte Exosphäre. Diese besteht aus Helium, Argon, Neon und Wasserstoff.

Die Anziehungskräfte zwischen Erde und Mond sind unterschiedlich und bewirken einige Effekte. Wohl am bekanntesten sind die Gezeiten. Die Anziehungskraft des Mondes ist auf der Seite der Erde, die dem Mond zugewandt ist, am stärksten. Auf der anderen Seite ist sie schwächer. Die Erde ist aber auch nicht völlig starr und sie wird zum Mond hin gestreckt. Wir sehen daher zwei Ausbuchtungen, wobei eine auf den Mond zeigt und die andere gegenüber. Der Effekt hat auf das Wasser natürlich viel stärkere Auswirkungen, damit sind die Ausbuchtungen am Wasser größer. Die Erde dreht sich also nun um die eigene Achse und die Ausbuchtungen wandern - Ebbe und Flut entstehen. Die gravitativen Wechselwirkungen sind asymmetrisch und bewirken so, dass der Mond synchron um die Erde kreist. Er kann sich nicht selbst drehen und zeigt immer die gleiche Seite zur Erde.

Der Mond rotiert relativ langsam und besitzt eine sehr dünne Gashülle. Dadurch entstehen große Temperaturunterschiede zwischen der Nacht- und der Tagseite. Am Tag werden Temperaturen von bis zu 130 °C erreicht, in der Nacht fällt die Temperatur auf etwa -160 °C ab. Durchschnittlich ergeben sich so Temperaturen von - 55°C. Es gibt in einigen Gebieten Anomalien, hier sind dann höhere oder niedrigere Temperaturen möglich. Das ist zum Beispiel bei Kratern so, wie dem Krater Tycho. Hier ist es nach Sonnenuntergang deutlich wärmer als in der Umgebung. Angenommen wird, dass das mit dem Alter der Krater zu tun hat. Die Staubschicht ist hier dünner und so kann die Sonnenenergie besser gespeichert werden, als an älteren Stellen. Möglich ist auch eine gesteigerte Radioaktivität dieser Stellen.